SAMSTAG, 16. NOVEMBER,
REDOUTENSAAL - 17.00 UHR
Am magischen Milford Sound
Besteigung des Mount Tasman
Kinder am Tunnel Beach
Am Key Summit
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Tobias Hauser
Neuseeland
Zwei Inseln im Meer

Sucht man die beiden Inseln mit dem Namen Neuseeland auf der Weltkarte, wandert der Finger von der Ostküste Australiens etwa 2500 Kilometer nach Südosten: Dort, knapp 5000 Kilometer von der Antarktis entfernt, breitet sich auf einer Fläche von circa 270.000 Quadratkilometern jenes Inselreich aus, das viele noch heute für ein landschaftliches Paradies halten.
Neuseeland liegt im Grenzbereich zweier riesiger Platten der Erdkruste – der Indisch-Australischen und der Pazifischen, die einst zum Großkontinent Gondwana gehörten. Noch heute kann man in Neuseeland Felsen finden, die möglicherweise einst ein Teil von Gondwana waren. Auch biologische Relikte überdauerten die Zeit: Die Kauri-Fichte etwa, ein urtümlich wirkender Baum, dessen Stamm bis zu 20 Meter Umfang erreichen kann und dessen Krone sich erst in 25 Meter Höhe über dem Boden öffnet.
Druck- und Temperaturunterschiede in der Erdkruste entladen sich an der Erdoberfläche Neuseelands in Vulkanen, Geysiren, Thermalquellen, Schlammtöpfen, Fumarolen und Solfataren. Im Bereich der Südinsel schiebt sich die Pazifische über die Indisch-Australische Platte, was die andauernde Auffaltung der Southern Alps zur Folge hat.
Die Erfahrung einer allmächtigen Natur mag zu einem milde fatalistischen Gleichmut führen, und die Erkenntnis, hier am anderen Ende der Welt „ganz weit weg“ von allen hektisch-urbanen Ansiedlungen zu sein, führt zu Abstand nicht nur im geographischen Sinn: Oft hat man den Eindruck, die Neuseeländer nähmen sich selbst und die Dramen des Alltags nicht ganz so ernst wie das anderswo, ein paar tausend Wasserkilometer entfernt hinter dem blauen Horizont der Fall ist, und das führt wohl zu auch jener freundlichen Gelassenheit, mit der sie in der Regel den Fremden begegnen, die ihre Inseln besuchen.
Also doch ein Paradies auf Erden? Dieser Frage geht Tobias Hauser in seinem Vortrag auf den Grund. In atemberaubend schönen Bildern zeigt er ein Land, dessen vielfältige Schönheit schier grenzenlos zu sein scheint. Hauser erzählt genau recherchierte Geschichten, zeigt Menschen die sich für den Schutz dieses fragilen Naturparadieses einsetzen, trifft Goldsucher, Hochseefischer, Kauri-Digger, Schafzüchter und Sir Edmund Hillary, den Erstbesteiger des Mount Everest und wohl berühmtesten Neuseeländer. Er besucht eine Aufzuchtstation des seltenen Kiwis und zeigt die halsbrecherischen Funsportler in ihrem Element. Er portraitiert die schönsten Landschaften des Landes, zeigt die touristischen Highlights, aber auch die versteckten Schätze abseits der klassischen Reiserouten.
Tobias Hausers abwechslungsreicher und informativer Vortrag beleuchtet nicht nur die paradiesischen Seiten der Inseln, sondern setzt sich auch mit den Problemen des Landes auseinander, wie etwa den Folgen der boomenden Milchwirtschaft oder der Opossum-Plage, die immer mehr Urwald bedroht und gegen die die Regierung machtlos scheint. Der Vortrag ist Hausers ganz persönliche Liebeserklärung an Neuseeland.
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