SONNTAG, 16. NOVEMBER,
REDOUTENSAAL - 14.00 UHR
Die Fischverkäufer von Jakutsk stehen auch bei 50 Grad unter Null acht Stunden auf dem Markt. "Das ist das normale Leben!" meint die freundliche Frau.
Ein Telekomarbeiter beim Verlegen eines Kabelknotenpunktes
In Jakutien bleiben viele der Hunde auch bei den ganz harten Frösten bis 60 Grand unter Null draußen. Und das Tag und Nacht.
Achtung, gefährlicher Abschnitt am "kleinen Oltschanpass". Eigentlich müsste dieses Schild auf allen Streckenabschnitten der jakutischen Eispisten stehen.
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Konstantin Abert
Eiskalt erwischt in Sibirien

Obwohl nicht gerade ein Fan von Minusgraden, lässt Konstantin Abert der russische Winter nicht mehr los. Im Laufe der letzten Jahre ist der reiselustige Autor und Russlandkenner in immer abgelegenere und kältere Gebiete vorgedrungen. Sinn und Zweck der Reisen ist, die unbekannte Region zu dokumentieren und dabei die Belastbarkeit von Mensch und Technik in der Kälte zu erproben. 2009/2010 soll sich die große Winterexpedition mit Kontinentsprung über die Beringstraße nach Alaska anschließen. Doch bis dahin gilt es noch viel zu lernen. Und so reisen Konstantin Abert und sein Freund Holger Keller-Lux zur kältesten Zeit des Jahres ins fernöstliche Jakutsk, 8 Zeitzonen und knapp 10 Flugstunden von Deutschland entfernt.
Eine Woche lang bereiten sich Keller-Lux und Abert in der jakutischen Hauptstadt auf das große Abenteuer vor, per Landweg mit einem Allradbus bis nach Werchojansk, dem Kältepol des Hohen Nordens, zu gelangen. Vor den beiden Deutschen liegen nun knapp 2000 knallharte Kilometer. Keller-Lux und Abert reisen über gefrorene Sümpfe, Seen und Flüsse. Dünnes Eis, Schneeverwehungen, die deformierte Piste und ein Fahrzeugbrand lassen die Deutschen nur langsam vorankommen, teilweise nicht mehr als 5 Kilometer pro Stunde. Hunderte Liter Benzin hat das Team an Bord, aber der Verbrauch des Fahrzeuges ist unter diesen Bedingungen höher als erwartet. Es reicht nicht bis zum Ziel, zumal der Motor bei Temperaturen bis fast 60 Grad unter Null ununterbrochen laufen muss. Aber die beiden Deutschen haben Glück. Mit Hilfe von vier mitgenommenen Anhaltern besorgen sie sich auf abenteuerliche Weise Treibstoff in der Eiswüste.
Immer wieder kommt es zu unvergesslichen menschlichen Begegnungen, jedes Mal bekommen Abert und Keller-Lux Eisfische geschenkt, der Wegeproviant schlechthin in Jakutien. Der nahrhafte Fisch wird in rohem gefrorenen Zustand in dünne Scheiben geschnitten und so gegessen. Bald haben die Deutschen über 40 Kilogramm Fisch auf dem Dach, alles Geschenke der Einheimischen.
In Werchojansk gewinnen die beiden Reisenden tiefe Einblicke in das Leben in eine der klimatisch extremsten Regionen der Welt.
Als Helden werden sie in der jakutischen Presse gefeiert, weil sie alleine gereist sind, aber sie sind sich sicher: „Die wahren Helden sind die Menschen des Nordens, die tagein tagaus ihr Leben meistern!“
Erleben Sie eine faszinierende und unvergessliche Geschichte aus dem kältesten bewohnten Gebiet unserer Erde arrangiert zur packenden Live-Multivision "EISKALT ERWISCHT IN SIBIRIEN"!
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